Blutgruppen bei den Katzen

 

Das Blutgruppensystem der Katzen ist nicht identisch mit dem des Menschen. Bei den Katzen unterscheidet man drei verschiedene Typen der Blutgruppen

  • Typ A

  • Typ B

  • Typ AB

Bei den Katzen kommt die Blutgruppe A am meisten vor. Wobei es je nach Rasse sehr stark variieren kann. Die Blutgruppe AB kommt am seltensten vor. Sie wird durch ein drittes Allel bestimmt, das rezessiv zu A und Kondominat zu B ist.

Die Blutgruppe A ist dominant über die Blutgruppe B. Aus diesem Grund sind Katzen mit der Blutgruppe B immer homozygot B/B. Katzen mit der Blutgruppe A können sowohl homozygot a/a, wie auch heterozygot A/b sein. Tiere mit der Blutgruppe AB können deshalb, weil die Blutgruppe AB keine Antikörper gegen A und B bildet, Blut für beide Blutgruppen spenden.

Katzen bilden natürlicherweise Antikörper gegen den Blutgruppentyp den sie selber nicht haben. Katzen mit Typ A bilden sehr wenige B-Antikörper, wobei hingegen Katzen mit Typ B sehr viele A-Antikörper bilden. .

 

Einfluss der Blutgruppe auf die Katzenwelpen

Am ersten Lebenstag bekommen die Katzenwelpen die sogenannte Kolostralmilch. In dieser befinden sich auch Blutgruppen-Antikörper der Mutter. Bei den Kitten beginnt die eigene Antikörperproduktion erst im Alter von 6-10 Wochen. Die maternalen Antikörper sind deshalb bei den Kitten verantwortlich für eine Neonatale Isoerythrolyse (NI). .

 

Neonatale Isoerythrolyse NI

Die Neugeborenen Kitten haben eine andere Blutgruppe als ihre Mutter. Blutgruppe A- und Blutgruppe AB Katzenwelpen einer Katzenmutter mit der Blutgruppe B können im Verlauf der ersten Lebenstage bis Wochen eine NI entwickeln, da alle Katzen mit der Blutgruppe B hohe Antikörper gegen den Typ A besitzen. Es kommt zur intra- und extravasalen Hämolyse. Das heisst, dass die Kitten durch die Aufnahme der Antikörper ihre eigenen roten Blutzellen zerstören. .

 

Symptome einer NI

Die Kitten erscheinen bei der Geburt normal und gesund. Die Symptome treten meistens sofort nach der Kolostrumaufnahme auf wie:

  • Plötzlicher Tod

  • Gelbsucht

  • Anämie (Blutarmut)

  • Lebensschwache Welpen

  • Hämoglobinurie (akutes Nierenversagen)

  • Durchblutungsstörungen wegen Blutgerinnseln

 

Vorbeugung einer NI

Auch wenn die Kitten sofort nach Auftreten der ersten Symptome von der Mutter getrennt werden, ist die Sterberate durch NI sehr hoch. Eine NI kann man am besten verhindern, indem man keine Paarung zwischen einer Kätzin mit der Blutgruppe B und einem Kater mit der Blutgruppe A zulässt. Ist dies nicht möglich, dürfen die Kitten auf keinen Fall Kolostrum aufnehmen. Sie müssen sofort von der Mutter getrennt werden die nächsten 16 Lebensstunden. Da die Antikörper können nur in dieser Zeit vom Kitten aufgenommen werden können. Nach diesen 16 Stunden können die Kitten problemlos die Muttermilch einer Katze der Blutgruppe B trinken. Man kann der Katzenmutter auch einen Art Verband um den Bauch legen, damit die Kitten bei der Mutter bleiben können, und Sie ihre Mutterarbeit aufnehmen kann.

 

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