Augen auf beim Katzenkauf

 

Es gibt verschieden Möglichkeiten sich darüber zu informieren, wo man eine Katze oder ein Kitten kaufen kann. Sei es über das Internet, Tierzeitschriften, Tierheim oder die Jungtiervermittlung eines Rassenclubs. Zuerst sollte sich jeder überlegen, ob man wirklich eine Katze kaufen möchte und man das nötige Umfeld sowie die Zeit für ein Tier hat.

Ein Tier anzuschaffen, kostet auch recht Geld und ist dazu auch eine grosse Verantwortung die man damit Übernimmt. Mit allem was zur Grundausstattung gehört, kann der Kauf schon zwischen CHF 400.-- bis 1’800.-- und mehr kosten. Auch die Futter-, Katzensand- und Tierarztkosten können ziemlich ins Geld gehen. Wenn Sie sicher und bereit sind das auszugeben, gibt es dann noch die Tierhaare, die überall sind. Wenn man es gerne sauber hat, muss man den Staubsauger halt 2-3-mal mehr gebrauchen, eben anders als ohne „Fellmonster“. Wenn auch das für Sie kein Problem ist, sollten Sie sich nun überlegen was Sie genau möchten. Ob ein Kitten, dass evtl. noch die Vorhänge und Lederpolstergruppe hoch geht und/oder das Eine oder Andere kaputt macht. Wobei, man durch seine tollpatschige und Süsse Art für den “Ärger” belohnt wird. Oder Sie entscheiden sich für eine Ausgewachsene Katze, die ruhiger ist, aber natürlich auch weniger Action bietet.

Wenn der Züchter gefunden ist empfiehlt es sich, schon bevor man die Katze kauft mal auf einen Besuch hin zu fahren. Sollte der Weg zu weit sein, lese ich immer die Gästebuch Einträge und versuche über diesen bestimmten Züchter etwas in Erfahrung zu bringen. Wenn man dort angekommen ist kann es sein, dass es nach Urin stinkt, da Kater wie auch Katzen markieren können. Es sollte für den Züchter selbstverständlich sein, dass Sie zu den Kitten dürfen. Wenn der Züchter ein Kitten nach dem Anderen zu Ihnen bringt, würden bei mir die Alarmglocken klingeln. Auch möchte ich die anderen Katzen sehen, besonders aber die Mutter und den Vater, wenn diese beim Züchter leben (oder lebt). Wenn man seine Schuhe ausziehen und Hände desinfizieren muss, ist das ok. Andere Ausreden sind schlicht weg, nur ausreden.

Wenn Sie dann bei den Kitten sind, sollten Sie nun alles fragen was Sie wissen möchten. Sei es über den Charakter, Erbkrankheiten, lassen Sie sich evtl. Testergebnisse der Eltern zeigen, oder die Ernährung etc. Ein guter Züchter gibt Ihnen gerne und kompetent Auskunft. Schauen und hören Sie genau hin ob Sie DAS Kitten, von DER Mutter und DEM Züchter wirklich kaufen möchten. Beim kleinsten Zweifel empfiehlt es sich noch bei einem anderen Züchter auf Besuch zu gehen.

Ob Sie ein Frühkastriertes Kitten kaufen möchten ist Ihre eigene Entscheidung. Ich persönlich konnte mich bis heute überhaupt nicht mit diesem Vorgehen anfreunden. Auch wenn die Züchter die ihre Babys kastrieren, mit Tierfreundlichen Argumenten kommen. Aber wie gesagt, jeder so wie es für ihn stimmt. Haben Sie sich für ein oder mehrere Kitten entschieden, ist es okay, wenn Sie eine Anzahlung machen müssen.

Dann kommt das einrichten für den kleinen Schatz. Was für Futter, Spielsachen, wo kommt das Kistchen oder die Kistchen hin? Man sagt, pro Katze mindestens ein Kistchen. Den Kratzbaum auslesen und überlegen wo hin stellen. Sicher nicht neben einen Lautsprecher, einen Durchgangsweg oder vor ein Fenster, wo dauernd Durchzug ist. Je nach dem wie Sie wohnen sollten Sie sich überlegen, wie und ob Sie den Balkon mit einem Netz sichern möchten und/oder ein Aussengehege machen können. Auch ob Sie sogar das ganze Grundstück Katzen Aus- und Einbruchsicher einzäunen möchten und können. Ihr Züchter wird Ihnen gerne mit Rat zur Seite stehen.

Wenn Sie eine Katze im Ausland kaufen, kann ihnen das Zollamt www.bvet.ch über die Einreise-Bestimmungen Auskunft geben. Und zu guter letzt ist es auch eine gute Möglichkeit, sich bei einem Tierarzt Ihrer Wahl über Krankheiten und alles um das Wohl der Katze zu erkundigen. Auch er sollte da bereitwillig Auskunft geben.

Wenn Sie Ihr Kitten gefunden haben, sollten Sie es mindestens eine Woche nach der 2. Impfung, möglichst früh am Morgen, zu sich holen. So hat es den ganzen Tag Zeit, sich am neuen Ort etwas einzugewöhnen.

Auch eine Katze kann man erziehen. Dazu eignet sich der Wassersprüher oder ein konsequentes runter nehmen und nein sagen. Wenn meine Kitten beim Spielen zu fest zubeissen oder ihre Krallen zu tief und fest rein lassen, packe ich sie, aber nicht zu fest. Einfach gerade so, dass sie merken, das ist nicht gut und mache dabei ein lautes “Gschhhhhhht” dazu. Sie begreifen schnell den Zusammenhang. Schon bald reicht nur das machen des Geräuschs und die Katze spielt sofort sanfter. Bedenken Sie, dass eine Katzenmutter auch nicht immer nur sanft zu ihren Babys ist. Manchmal weist sie ihre Rasselbande recht heftig in die Schranken.

Wenn das Kitten langsam erwachsen wird kommt der Tag, an dem Sie Ihre Katze kastrieren lassen sollten. Ein Kater kann markieren bis unter die Zimmerdecke, was wirklich sehr unangenehm riecht. Eine Katze kann auch chronisch Rollig werden, was zu Gebärmutterkrebs führen kann. Um Ihnen nur 2 Gründe von vielen zu nennen. Nach der Kastration sollten Sie und die Katze das gröbste überstanden haben.

Ich hoffe Ihnen mit diesen Tipps helfen zu können, damit Sie einen guten Start in ein schönes und tolles Zusammenleben mit ihrer Katze starten können. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass das alles meine Meinungen und Erfahrungen sind. Jeder muss alles für sich selber entscheiden.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kitten von Herzen einen guten Start ins gemeinsame Zusammenleben. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, dann rufen Sie mich doch einfach an oder senden sie mir eine E-Mail.

 

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